TY - UNPD A1 - Rößler, Sebastian A1 - Wahl, Nico A1 - Gaillard, Antoine T1 - Auftragsabwicklung in der additiven Fertigung neu gedacht N2 - Die additive Fertigung, insbesondere das Laser-Beam-Melting (LBM), bietet großes Potenzial für eine wirtschaftlich flexible Produktion hochkomplexer Bauteile. Gleichzeitig stellt ihre Integration Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen: Hohe Investitionen in Maschinen und Personal führen häufig dazu, dass Fertigungsaufträge an spezialisierte Dienstleister ausgelagert werden. Diese Dienstleister stehen nun vor der Herausforderung, trotz einer Vielzahl unterschiedlicher Fertigungsaufträge eine effiziente Auftragsabwicklung zu gestalten. Durch die komplexen Zusammenhänge in der Auftragsabwicklung liegt die durchschnittliche Maschinenauslastung derzeit jedoch bei unter 60 Prozent. Die Folge sind hohe Bauteilkosten, welche wiederum die breite industrielle Anwendung hemmen. Um die Auftragsabwicklung von LBM-Dienstleistern effizienter zu gestalten, wurde das Forschungsprojekt „Intelligente Produktionsplanung und -steuerung für das Laser-Beam-Melting“ (IPPSLaBeM) gestartet. Im Rahmen dessen wurde ein angepasster Auftragsabwicklungsprozess auf Basis des Aachener PPS-Modells entwickelt. Er zielt darauf ab, die Auftragsabwicklung entlang etablierter Best Practices systematisch zu strukturieren und dadurch Effizienz, Transparenz und Wirtschaftlichkeit zu steigern. Eine Orientierung am Referenzprozess ermöglicht nicht nur eine Senkung der Kosten durch verbesserte Prozessqualität, sondern eröffnet auch neue Chancen für die Digitalisierung und Prozessautomatisierung. Zur Integration der theoretischen Ansätze in den betrieblichen Ablauf wurde der vorliegende Leitfaden entwickelt. Er befähigt LBM-Dienstleister, ihre bestehenden Auftragsabwicklungsprozesse gezielt anhand des Referenzmodells anzupassen. Durch praxisnahe Handlungsempfehlungen unterstützt der Leitfaden KMU dabei, ihre ge-wachsenen Strukturen zu hinterfragen, zu transformieren und eine Grundlage für die digitale Transformation zu schaffen. Das Vorgehensmodell ist in drei Phasen unterteilt, die Unternehmen Schritt für Schritt bei der Anpassung ihrer Auftragsabwicklung an das Referenzprozessmodell unterstützen. Dabei beginnt das Vorgehensmodell mit der systematischen Überprüfung der Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Anwendung des Vorgehensmodells. Sind diese sichergestellt, folgt eine Phase mehrschrittiger Handlungsanweisungen, die KMU befähigen, einen Teilbereich der eigenen Auftragsabwicklung zu modellieren sowie zu analysieren, Strategien zur Prozessangleichung aufzustellen und letztlich die Veränderungen im Unternehmen zu verankern. Die finale Phase dient der Reflexion der Vorgehensweise und der Entscheidung über das weitere Verfahren. Dadurch entsteht ein iteratives Vorgehen, welches zur kompletten Angleichung der Auftragsabwicklung führt. KW - LBM KW - Auftragsabwicklung KW - Klein- und Mittelbetrieb KW - Rapid Prototyping KW - Laser beam melting KW - AM KW - Additive Fertigung KW - Additive manufacturing KW - KMU KW - SME KW - 02 Y1 - 2025 UR - https://epub.fir.de/frontdoor/index/index/docId/3836 N1 - IPPSLaBeM: Intelligente Produktionsplanung und -steuerung für das Laser-Beam-Melting Das Forschungsvorhaben IPPSLaBeM – Intelligente Produktionsplanung und -steuerung für das Laser-Beam-Melting – zielte darauf ab, einen automatisierten und optimierten Lösungsansatz für betriebliche Anwendungssysteme zu entwickeln, welcher die spezifischen Anforderungen der additiven Fertigung (AM) erfüllt. Ziel war es, den manuellen Aufwand für die Produktionsplanung signifikant zu reduzieren und die Kosten von Laser-Beam-Melting-Bauteilen durch eine erhöhte Maschinenauslastung zu verringern. Projektlaufzeit: 01.05.2022 – 30.04.2024 Förderkennzeichen: 22460 N Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Projektträger: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF) Förderhinweis: Das IGF-Vorhaben 22460 N der Forschungsvereinigung FIR e. V. an der RWTH Aachen wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Nutzen für die Zielgruppe: Im Fokus standen zwei Nutzerkreise. Dies sind zum einen AM-Dienstleister, welche durch die Forschungsergebnisse ihre Anlagenauslastung signifikant erhöhen und gleichzeitig den Aufwand für die Fertigungsplanung reduzieren können. Zum anderen werden Anbieter betrieblicher Anwendungssysteme adressiert, indem sie verbesserte Tools zur Fertigungsplanung für AM-Bauteile anbieten können. Projektpartner: Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT, Hamburg-Bergedorf Assoziierte Partner: 3YOURMIND GmbH, Berlin aiXbrain GmbH, Aachen AMFG, London, Großbritannien APWORKS GmbH, Taufkirchen AUTHENTISE, Philadelphia, Russland INPECA GmbH | BÖLLINGER GROUP, Übach-Palenberg Center Connected Industry, Aachen DFA Demonstrationsfabrik Aachen GmbH, Aachen DUALIS GmbH IT Solution, Dresden enesty gmbh, Hartha EOS GmbH, Krailling / München Flux MES GmbH, Sinsheim GKN Powder Metallurgy Engineering GMBH, Bonn H & H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau mbH, Hamburg Hexagon Metrology GmbH, Wetzlar LIGHTWAY GmbH, Niederzissen OC Oerlikon Management AG, Pfäffikon, Pfäffikon, Schweiz PROTIQ GmbH, Blomberg PSI Automotive & Industry GmbH, Berlin Rapidobject GmbH, Leipzig PB - FIR e. V. an der RWTH Aachen CY - Aachen ER -