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Vernetzung, Zusammenarbeit, Austausch – das sind die zentralen Ziele von female@FIR. Das frauenorientierte Netzwerk wurde im Sommer 2021 von Clara Herkenrath gemeinsam mit den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des FIR mit der Vision gegründet, Wissenschaftlerinnen am Institut miteinander zu verbinden und zu stärken. Um dies zu erreichen, bietet female@FIR ein breites Spektrum an Veranstaltungen an: von Gesprächen mit FIR-Alumnae bis hin zum Gründerinnen-Talk. Dabei wird female@FIR von der Geschäftsleitung unterstützt und durch die Walter-Eversheim-Stiftung gefördert. In verschiedenen Veranstaltungsformaten wird das Netzwerk um die studentischen Hilfskräfte des FIR, die Mitarbeiterinnen der Center im Cluster Smart Logistik und darüber hinaus erweitert. Ein Beispiel bietet das anstehende Kooperationsevent im November vom „Frauen im Ingenieurberuf (FIB)“-Stammtisch des Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Ein Großteil des Mikroplastiks entsteht im Straßenverkehr, etwa durch Reifen- und Fahrbahnabrieb. Im Projekt mMEU wurde ein datenbasiertes, prototypisches Modell für die Ermittlung und Überwachung von Mikroplastikemissionen entwickelt, das Städten sowie kommunalen Dienstleistern eine belastbare Grundlage zur zukünftigen Gestaltung ihrer öffentlichen Aufgaben liefert. Die Erkenntnisse wurden auf verschiedene im Beitrag beschriebene Anwendungsfälle übertragen, um den Nutzen der Anwendung für die Anspruchsgruppen zu verdeutlichen.
Um als Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, dürfen Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht mehr als einfaches Lippenbekenntnis verstanden werden, sondern müssen als strategisches Ziel im Unternehmen verankert werden. Dazu bieten vier grundlegende Nachhaltigkeitsstrategien anhand bereits etablierter Modelle und Unternehmen einen Ausgangspunkt.
Als Beispiel einer globalen Krisensituation zeigt die COVID-19-Pandemie eindrucksvoll die Schwachstellen heutiger Wertschöpfungsnetzwerke. Vor dem Hintergrund zunehmend komplexer und vernetzter Wertschöpfungsnetzwerke steigt für Unternehmen die Bedeutung einer resilienten Gestaltung derselben. Dabei wird davon ausgegangen, dass ähnliche Krisensituationen in Zukunft häufiger auftreten werden. Ziel dieser Expertise ist es, Unternehmen bei der Identifikation von Potenzialen und Maßnahmen für die resiliente Gestaltung ihrer Wertschöpfungsnetzwerke zu unterstützen.
Die Versorgungsnetze in der Branche der Medizintechnik stehen im Spannungsfeld zwischen der Versorgungssicherheit für die Patienten und Patientinnen, verbindlichen Regularien und Richtlinien sowie wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Dabei sind die Unternehmen der MedTech-Branche mit einer Reihe an Herausforderungen konfrontiert. Flexible Lösungen sind gefordert, welche die zuverlässige und robuste
Versorgung des Marktes mit Medizinprodukten gewährleisten und den Wunsch nach Nachhaltigkeit erfüllen.
Eine Antwort auf diese Herausforderungen liegt in der Digitalisierung der Supply-Chains. Um die zentralen Herausforderungen und Trends aufzuzeigen und zu untersuchen, führen das Center Integrated Business Applications mit einer Projektmanagerin des FIR e. V. an der RWTH Aachen und die INFORM GmbH eine gemeinsame Studie durch.
Die moderne Arbeitswelt befindet sich im Wandel: Dezentrale Strukturen und flexible Arbeitszeiten gewinnen an Bedeutung, stellen produzierende Unternehmen jedoch vor besondere Herausforderungen. Diese Dissertation widmet sich der Frage, wie Remote-Work in produzierenden Unternehmen zukunftsweisend gestaltet werden kann. Ziel ist die Entwicklung einer praxisnahen Gestaltungsmethode, die maßgeschneiderte Handlungsempfehlungen für die Umsetzung bietet. Im Zentrum steht der Navigator zur Gestaltung von Remote-Work, ein systematisches Fünf-Schritte-Modell, das produzierende Unternehmen befähigt, individuelle Auslöser zu erkennen, remotefähige Tätigkeiten fundiert zu analysieren, geeignete Maßnahmen gezielt auszuwählen und wirkungsorientiert in die Praxis zu überführen. Im Fokus stehen dabei vier zentrale Erkenntnisziele: Erstens wird ein Beschreibungsmodell betrieblicher Gestaltungsparameter entwickelt, strukturiert Entlang der Dimensionen Mensch, Technik, Organisation und Kultur. Zweitens werden remotefähige Tätigkeitsfunktionen und -merkmale identifiziert, basierend auf einer Klassifikation. Drittens werden die Wirkbeziehungen zwischen Gestaltungsparametern und Tätigkeitsmerkmalen erklärt, um zentrale Einflussfaktoren wie Technologieoffenheit, Unternehmenskultur und Führung einzuordnen. Viertens entsteht auf dieser Basis eine ganzheitliche Gestaltungsmethode, der Navigator für Remote-Work, welche sich an bewährten Managementzyklen orientiert und mit der Ableitung und Einordnung unternehmenspezifischer, konkreter Maßnahmen abschließt. Der Navigator wurde in drei Fallstudien bei Industrieunternehmen unterschiedlicher Größe validiert und zeigt eine hohe Praxisrelevanz. Die Dissertation liefert damit nicht nur theoretisch fundierte, sondern auch praxisnahe Antworten auf die Frage, wie Remote-Work im industriellen Kontext erfolgreich umgesetzt werden kann, und bietet Unternehmen ein wirkungsvolles Instrument zur nachhaltigen Transformation ihrer Arbeitswelt. Mit seinem integrativen und evidenzbasierten Ansatz entfaltet der entwickelte Navigator darüber hinaus ein erhebliches Innovationspotenzial: Als systematische Gestaltungsmethode für Remote-Work in produzierenden Unternehmen schließt er eine zentrale Forschungslücke und zeichnet sich durch wissenschaftliche Fundierung sowie praxisnahe Umsetzbarkeit aus.
Ziel des Forschungsprojekts OKReady war die Entwicklung eines Konzepts zur Einführung des agilen Managementsystems Objectives and Key Results (OKR) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). OKR liefern eine effektive Möglichkeit, die Priorisierungsfähigkeit sowie Kommunikation und Transparenz im Unternehmen zu verbessern, Leistung klar zu messen und Mitarbeiterengagement zu stärken. OKR ermöglicht KMU die Tätigkeiten ihrer Angestellten an einer gemeinsamen Vision auszurichten und Unternehmensziele transparent über alle Hierarchieebenen abzubilden.
Objectives and Key Results (OKR) sind eine agile Managementmethode, mit
welcher Unternehmen den Herausforderungen der heutigen volatilen Umwelt
begegnen können. Die Einführung von OKR ist jedoch nicht trivial und mit
hohem Aufwand verbunden. Der Beitrag erläutert die Funktionsweise von OKR und geht der Frage nach, welche Qualifikationsbereiche Unternehmen für eine erfolgreiche Einführung adressieren müssen.
Mikroplastik lässt sich vermehrt in der Umwelt nachweisen. Das zunehmende Umweltproblem ist facettenreich und in vielerlei Hinsicht noch unerforscht. Wie aus vorangegangenen Studien bekannt ist, ist ein Großteil der Emissionen auf unsere tägliche Mobilität zurückzuführen, z. B. durch Reifen- und Fahrbahnabrieb. Detailwissen über die lokale Herkunft und die Mengen ist jedoch begrenzt. Im Projekt ‚mMEU‘ (Projektlaufzeit 01.01.2021 bis 31.12.2021) wurde über einen datengetriebenen Ansatz der Frage nachgegangen, wo und wie viel Mikroplastik im städtischen Raum im Mobilitätskontext anfällt. Im Projekt konnte ein datenbasiertes, prototypisches Modell zur Ermittlung lokal entstandener Mikroplastikemissionen entwickelt werden.
Datenquellen, die anhand von Stakeholder-Anforderungen, Qualitätskriterien und den emissionsbestimmenden Faktoren ausgewählt wurden, boten und bieten hierfür künftig die Basis. Darüber hinaus wurden im Projektverlauf Anwendungsfälle für die Wirtschaft identifiziert und auf ihre Rentabilität hin analysiert.
Mikroplastik lässt sich zunehmend in der Umwelt nachweisen, wobei weder Herkunft noch Menge lokal bekannt sind. Unter der Prämisse negativer Auswirkungen auf die Umwelt kann sich eine fehlende Transparenz lokaler Mikroplastikemissionen zu einem strategischen Nachteil für unsere Gesellschaft entwickeln. Gemäß dem Vorsorgeprin-zip kann die präventive Daten- und Transparenzschaffung eine angemessene Reaktion im Sinne des Umwelt- und Gesundheitsschutzes erleichtern. Im Forschungsprojekt "mMEU Mobilitätsbedingte Mikroplastikemissionen in der Umwelt“ arbeiteten das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (WI) und der FIR e.V. an der RWTH Aachen (FIR) gemeinsam an der Frage, wie eine lokale Ermittlung der Mikroplastikemission anhand von Datenquellen, die sich vor allem aus der Verkehrsinfrastruktur ergeben, erhoben werden kann. Es wurden verschiedene Umgebungsdatenquellen und -typen untersucht und hinsichtlich ihrer Zugänglichkeit, Qualität und Anwendbarkeit bewertet, sodass eine effiziente Data-Governance ermöglicht wird.