Tobias Schröer
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Industrie revolutionieren
(2021)
Wo liegen die Ursprünge der Produktionsplanung und -steuerung? Die Gründungsschrift des FIR e. V. an der RWTH Aachen von 1953 gibt bereits Aufschluss über fortwährende Herausforderungen der Industrie im Wandel. Tobias Schröer, Leiter des Bereichs Produktionsmanagement am FIR, arbeitet anhand der Vereinsgeschichte heraus, weshalb Unternehmen für die nachhaltige Umsetzung von Industrie 4.0 einen gemeinsamen Kulturwandel bewältigen müssen und wie man sich vor dem „Prototypen-Fegefeuer“ schützt.
Angesichts der akuten globalen Herausforderungen, die durch den Klimawandel und wachsende Ressourcenknappheit hervorgerufen werden, stehen traditionelle lineare Formen der Wertschöpfung verstärkt in der Kritik und Überprüfung. Die Kreislaufwirtschaft erscheint in diesem Kontext als vielversprechende Alternative und repräsentiert einen deutlichen Paradigmenwechsel im Vergleich zum herkömmlichen Take-Make-Dispose-Modell. Trotz des enormen Potenzials, das dieser umweltfreundlichen Wirtschaftsweise zugeschrieben wird, verläuft der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und der damit einhergehenden kreislauffähigen Wertschöpfung nur zögerlich. Zentrale Hindernisse liegen dabei nicht nur in technologischen Herausforderungen, sondern auch in einem mangelnden Interesse und Bewusstsein auf Seiten der
Konsumentinnen und Konsumenten sowie einer zögerlichen Anpassung der Unternehmenskultur. Im Zentrum der wertsteigernden Kreislaufwirtschaft stehen die Kundinnen und Kunden mit ihren wahrgenommenen Werten Eine konsequent an diese angepasste Produktarchitektur, das Innovationsmanagement und die Wertschöpfung ermöglichen ein nicht nur ökologisch nachhaltiges, sondern auch ökonomisch attraktives Geschäftsmodell für Produkthersteller. Im Folgenden wird die Transformation des Wertschöpfungsnetzwerkes hin zu einer wertsteigernden und kreislauffähigen Wertschöpfung beschrieben.
The Unified Namespace (UNS) has gained attention in academia and industry as an enabling concept for real-time data integration, event-driven architectures (EDAs), and semantic interoperability in Industry 4.0.
However, the concept is marked by divergent interpretations and inconsistent terminology. This paper systematically analyzes existing UNS publications, identifies and classifies recurring characteristics, and proposes a synthesized definition. Establishing a unified definition is essential to provide orientation for the ongoing conceptual discourse. The UNS is defined as a logically centralized, semantically structured integration layer that exposes real-time industrial information across enterprise systems, emphasizing standardized addressing, event publication and subscription, and technology independence to form a consistent basis for research and practice.
Im Forschungsprojekt SEGIWA wurden Grundlagen zur Überführung der SILYZER 300®-Serie von der manuellen Fertigung in die Serienfertigung erarbeitet. So kann ein im Sinne der nationalen Wasserstoffstrategie reibungsarmer Markthochlauf erreicht werden. Ein Fokus lag hierbei auf der Konzeption und Implementierung weitgehend automatisierter Produktionsprozesse sowie deren Verknüpfung in einem übergeordneten Produktionskonzept.
Produktionsplanung ermöglicht die Sicherstellung einer wettbewerbsfähigen Produktion und ist zeitgleich dem technologischen und umweltbezogenen Wandel ausgesetzt. Daher wurden basierend auf einer Studie zentrale Anforderungen und Treiber der Produktionsplanung der Zukunft identifiziert. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Zukunft der Produktionsplanung durch eine integrierte IT-Systemlandschaft, einen Wandel der Rolle der Planenden von operativen Tätigkeiten zu strategisch Optimierenden sowie die stärkere Berücksichtigung ökologischer Zielgrößen gekennzeichnet ist.
Beyond the AI Buzz
(2025)
Tobias Schröer, Bereichsleiter Produktionsmanagement am FIR an der RWTH Aachen, und Matthias Martens, Senior Director der All for One Group, zeigen anhand von Forschungsergebnissen aus dem Projekt 'DiCES' (s. URL), wie ReX-Strategien in der Auftragsabwicklung von Unternehmen ein datenbasiertes integriertes Wertschöpfungssystem für die multidimensionale Kreislaufwirtschaft ermöglichen.
Ziel des Forschungsprojekts „ProMiConE“ war die Entwicklung eines universellen Process-Mining-Connectors für ERP-Systeme und dazugehörige Anwendungsfälle für Process-Mining innerhalb des Auftragsabwicklungsprozesses.
Projektergebnis:
Neben diesem Schlussbericht, in dem die Entwicklung der Ergebnisse abgebildet wird, sind der genannte Connector und der dazugehörige Leitfaden zu nennen und zu nutzen, s. https://github.com/rwth-pads/ProMiConE.
Nutzen für die Zielgruppe:
Der Process-Mining-Connector für ERP-Systeme in Form des entwickelten Referenzdatenmodells, des Extraktors und der zugrunde liegenden Process-Mining-Anwendungsfälle ermöglicht KMU einen wirtschaftlichen und zügigen Einstieg in die Analyse der Geschäftsprozesse der Auftragsabwicklung. Dies erlaubt es ihnen, die Potenziale der datenbasierten Prozessoptimierung der Auftragsabwicklung durch Process-Mining zu realisieren.
The transformation from linear to circular production is cornerstone for mastering sustainability. The fundamental aspect is that products from the utilization phase are fed back into the production phase, and a corresponding reverse supply chain exists for this purpose. Although various models for supply chain networks for value-retention circular economy strategies already exist in the scientific literature, there is a lack of decision rules for designing a suitable supply chain network. This paper aims to derive characteristics for selecting an appropriate supply chain network for value-retention circular economy strategies and to discuss rules of action based on case study research according to Yin.
Circular Economy (CE) has a low implementation rate so far, despite its many environmental and economic benefits. The concept of Upgrade Circular Economy (UCE) aims to address the existing challenges by aiming for a more continuous value enhancement of circular products and an industrialization of the associated processes. Digital Product Passports (DPP) are a key component of the concept as they act as a data hub for the circular value network. However, their prevalence in industrial practice is low. The aim of this work is to extend a concept for the integration of DPPs into the existing system landscape of manufacturing companies to advance the implementation rate. The core aspects of the work are the derivation of new use cases and data requirements that arise in an UCE, the formulation of evaluation options and implementation recommendations for the DPP, as well as examples for the concrete implementation of event technology. The aim is to provide manufacturing companies with practical options for the use of DPPs as a basis for the implementation of UCE.