POLAR
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Das in diesem Beitrag detailliert beschriebene Standardisierungsprojekt zur DIN SPEC 91327:2015-10 wurde im Zuge des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts „Produktionsanlagen mit intelligentem Last- und Energiemanagement“ (Akronym: Polar - Förderkennzeichen 01LY1208) initiiert. Das Forschungsprojekt verfolgte das Ziel, für produzierende Unternehmen eine Energiemonitoring- und Lastenmanagementlösung zu entwickeln, die sowohl den neuen Anforderungen der Energiewende als auch den Herausforderungen der zunehmend digital vernetzten Produktion (Industrie 4.0) gerecht wird. Ziel eines der Arbeitspakete im Forschungsprojekt war es daher eine Referenzarchitektur für ein modulares empfehlungsbasiertes Lastmanagementsystem für die Industrie zu erarbeiten. Grundvoraussetzung für die Erreichung der Projektziele bildete ein Verbund aus Experten der Industrie und der akademischen Forschung. Diese brachten im Wesentlichen ihre Expertise im Bereich Produktion, Energiemanagement, IT / IKT und Informationsmanagement in das Projekt mit ein. Das Projektkonsortium bildeten die Partner Kellendonk (Systemintegrator), FIR an der RWTH Aachen (Forschungsinstitut), Adapton Energiesysteme (Lösungsanbieter), E.G.O (Anwender) und die Demonstrationsfabrik Aachen (Anwender / Experimentierumgebung). Die assoziierten Partner Weidmüller (Lösungsanbieter) und Phoenix Contact (Lösungsanbieter) brachten sich aufgrund der hohen Praxisrelevanz der Projektthemenstellung auch ohne öffentliche Förderung mit ein. Dazu unterstützten sie das Projekt sowohl inhaltlich als auch durch ein großzügiges Sponsoring von Messgeräten in der Demonstrationsfabrik Aachen und in den FIR Innovations-Labs.
Diese DIN SPEC wurde im Zuge des PAS-Verfahrens durch einen Workshop (temporäres Gremium) erstellt. Die Erarbeitung und Verabschiedung des Dokuments erfolgte durch die im Vorwort genannten Verfasser. Die geplante DIN SPEC soll Anforderungen festlegen für das Design einer Referenzarchitektur für ein modular aufgebautes empfehlungsbasiertes Lastmanagementsystem bestehend aus den Modulen „Lastmanagement“, „Energiemonitoring“, „Netznutzungslogik“ und „Visualisierung“, die durch eine Orientierung an Tarifanreizen eine Entlastung der Versorgungsnetze ermöglicht. Zielgruppe sind produzierende Unternehmen, die bisher über keine Lastmanagement-Lösungen verfügen beziehungsweise vorhandene offene Systeme modular um weitere Funktionalitäten erweitern möchten. Durch eine vermittelnde Abstraktionsschicht (Middleware) kann die Interoperabilität zwischen den Modulen und den Energiemessungen an Bestands- und Altanlagen verschiedener Hersteller sichergestellt werden.
Normung und Standardisierung bei nationalen Verbundprojekten zwischen Forschung und Industrie
(2017)
Der Vortrag zeigt in Kürze auf, in welchem Kontext Standardisierung und Normungaktivitäten in Verbundprojekten mit der Industrie behandelt werden.
Als Beispiel dient das Projekt FlaixEnergy, in dem eine DIN SPEC zur Beschreibung der Energieflexibilität erarbeitet wird, sowie die aus dem Projekt POLAR entwickelte Energieinformationsarchitektur. Weiterhin wurde auf das ehemalige Forschungsprojekt myOpenFactory eingegangen, da die Inhalte (und Standardisierung) des Projekts insbesondere als ein "Leuchtturmbeispiel" sich als Innovation heute am Markt durchsetzt hat.